Wie wichtig ist der Stoffwechsel?

Sobald man sich mit gesunder Ernährung und einem gesunden Lebensstil auseinandersetzt, wird einem irgendwann das Wort „Stoffwechsel“ über den Weg laufen. Das ist fast zwangsläufig der Fall, denn ganz gleich, ob es sich um ein Diätvorhaben, ein Fitnessprogramm oder eine Ernährungsumstellung handelt. Der Stoffwechsel ist ein grundlegender Prozess, der viele Funktionen und Aufgaben im Körper inne hat.

Dabei wird oftmals aber in vielen Publikationen vorausgesetzt, dass jedem bekannt ist, was der Stoffwechsel ist und wie wichtig er für den menschlichen Organismus ist. Wir möchten hier die Lücke schließen und darüber informieren, was der Stoffwechsel ist, welche eigentlichen Eigenschaften er verbindet und möchten so klar machen, warum ein aktiver Stoffwechsel essentiell für uns und unsere Gesundheit ist. Ganz wichtiger Fakt vorab: Es gibt nicht nur einen Stoffwechsel, sondern mehrere, die Hand in Hand spielen.

Wie funktioniert der Stoffwechsel?

Der Stoffwechsel an sich ist eine Bezeichnung, die alle chemischen Vorgänge im Körper zusammenfasst. Dabei laufen diese Prozesse in den Zellen ab. Dabei kann man diese Prozesse in drei Elemente aufteilen:

  • Der Stoffwechsel baut Stoffe ab

  • Der Stoffwechsel baut Stoffe um

  • und der Stoffwechsel baut Stoffe auf

Hierfür nutzt der Organismus Enzyme, Nährstoffe und Hormone, welche den Stoffwechsel regeln. Dabei werden die Stoffe, welche über die Ernährung dem Körper zugeführt werden, abgebaut, umgebaut und in die Zellen geführt. Daraus resultiert, dass alles was wir zu uns nehmen auf den Körper einen Effekt hat. Denn wer längere Zeit eine schlechte Ernährungsweise oder einen negativ geprägten Lebensstil führt, der provoziert Stoffwechselstörungen. Dazu zählen unter anderem auch Gicht, Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes mellitus.

Im Gegensatz dazu kann ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene, gesunde Ernährung den Stoffwechsel aktiv und funktionsfähig halten. Doch warum ist dies überhaupt so wichtig? Sehen wir genauer hin:

Und zwar sehr genau, denn der Stoffwechsel erfüllt seine wichtigen Aufgaben in jeder noch so winzigen Zelle unseres Körpers. Damit hat er sehr viel zu tun, denn im menschlichen Körper befinden sich 70 Billionen einzelne Zellen. Das bedeutet, dass er menschliche Körper etwa 10.000 Mal so viele Zellen aufweist, als es Menschen auf unserem Planten gibt. Doch diese Zellen müssen gefüttert und gepflegt werden. Denn nur so können sie ihre Funktionen erfüllen und unseren Körper gesund erhalten.

Die richtige „Pflege“ für die Zellen bedeutet vor allem Lebensmittel mit den richtigen Nährstoffen zu konsumieren. Gleichzeitig müssen Giftstoffe und Abfallprodukte des Organismus wieder aus den Zellen hinaus. Und für beides: Sowohl den Hintransport der Nährstoffe, als auch den Abtransport der Schadstoffe, brauchen die Zellen den Stoffwechsel.

Weitere Mitspieler im Ablauf des Stoffwechsels sind Enzyme und Hormone. Wissenschaftlich ist heute bekannt, dass jeder noch so kleiner Ablauf des Stoffwechsels mit einem Enzym zusammenhängt. Diese Enzyme sind kleine Eiweißstoffe und haben die Aufgabe die Vorgänge in den Zellen zu regeln. Die Enzyme werden jedoch von Hormonen reguliert. So spielen diese beiden also miteinander. Enzyme benötigen übrigens selbst Nahrung und zwar Proteine, Mineralstoffe und Vitamine.

Weitere Funktionen des Stoffwechsels

Unser Körper braucht für jede Funktion, jeden Ablauf oder auch jede Bewegung Energie. Selbst im absoluten Ruhezustand verbrauchen wir Energie. Und diese muss dem Körper zur Verfügung gestellt werden. Als Energiequelle dienen Stoffe, welche aus den Nährstoffen gewonnen werden können. Hauptenergiequellen sind vor allem Kohlenhydrate, Eiweiß und Fette. Die Nährstoffe werden während der Verdauung in einzelne Bestandteile aufgespalten und können dann vom Organismus weiter verwertet werden. So ist es auch möglich, dass sie durch den Stoffwechsel dorthin transportiert werden, wo sie gebraucht werden.

Nun gibt es aber nicht nur den einen Stoffwechsel, sondern mehrere verschiedene. Dabei werden sie hauptsächlich als Stoffwechselfunktionen oder Stoffwechselprozesse bezeichnet. Grundsätzlich lassen sich die Stoffwechselarten unterscheiden und einteilen. Hierfür werden die einzelnen Substanzen zu Grunde gelegt, welche durch den jeweiligen Stoffwechselprozess verarbeitet werden. Folgende Stoffwechselformen sind die häufigsten Varianten.

Fettstoffwechsel: Diesen kennt fast jeder, zumindest hat jeder einmal davon gehört oder davon gelesen. Der Fettstoffwechsel sorgt dafür, dass Energie in den Zellen gewonnen werden kann. Fette haben oft einen negativen Ruf, doch gesunde Fette sind sehr wichtig für den Organismus. Neben der Funktion als Energielieferant sind Lipide, wie Fette auch genannt werden, wichtige Botenstoffe. Zudem dienen sie auch als Signalmoleküle. Damit der Körper immer genügend auf diese Stoffe zurückgreifen kann, werden Fette sowohl im Fettgewebe als auch in fast allen Körperzellen gespeichert. Führen wir uns zu viel Fett über die Ernährung zu, mehr als der Körper verwerten kann, dann setzt er diese als Depotfett an.

Eiweißstoffwechsel: Dieser Stoffwechsel hat ein Anfang und ein Ende. Sein Ablauf beginnt im Magen. Im Dünndarm ist die Endstation des speziellen Stoffwechsels. Während des Prozesses spalten bestimmte Enzyme das Eiweiß auf. Während der Verdauung von Eiweiß entstehen Aminosäuren. Diese werden über das Blut in die Zellen transportiert. Dort angekommen werden die Aminosäuren zur Gewinnung von Energie, zum Hormonaufbau und zum Aufbau von Muskelzellen verwendet.

Kohlenhydratstoffwechsel: Unter diesem Begriff werden alle Prozesse zusammengefasst, welche die Aufnahme, den Abbau sowie den Transport von Kohlenhydraten im Körper beschreiben. Das wichtigste Kohlenhydrat ist Einfachzucker, auch Glucose genannt. Dieser liefert wichtige Energie für Organe und Zellen.

Mineralstoffwechsel: Bei diesem Stoffwechsel werden die über die Nahrung aufgenommenen Mineralstoffe so verarbeitet und vorbereitet, dass sie im Organismus entsprechende Funktionen erfüllen können.

Es gibt noch einige weitere Stoffwechselarten. Daneben gibt es leider auch Stoffwechselstörungen.

Stoffwechselstörungen und Stoffwechselerkrankungen

Von einer Stoffwechselstörung wird gesprochen, wenn der Stoffwechsel aus dem Lot geraten ist. Dabei kann es sich um eine zeitlich beschränkte oder andauernde Störung handeln. In jedem Fall sollte die Ursache ermittelt werden, um die Störung zu beheben. Dahinter kann eine Einschränkung der Nährstoffverwertung stecken. Häufig liegt auch eine Störung dahingehend vor, dass der benötigte Stoff nicht an seinem Bestimmungsort ankommt.

Wer unter einer Stoffwechselerkrankung leidet, weist häufig auch einen Enzym- und Hormonmangel auf. Dahinter muss nicht immer ein schlechter Lifestyle oder eine ungesunde Ernährung stecken. Es kann auch genetische Ursachen geben, die für eine Störung oder Erkrankung des Stoffwechsels als Ursache dienen können. Grundsätzlich kann sich eine solche Störung negativ auf das allgemeine Wohlbefinden auswirken. Daher ist es ratsam einen Arzt zu konsultieren und eine passende Therapie auszuarbeiten, damit die Störung oder Erkrankung professionell behandelt werden kann. Dies kann auch das eigene Allgemeinbefinden verbessern.

Wie kann man den Stoffwechsel anregen?

Sehr häufig liegt weder eine Stoffwechselstörung noch eine -Erkrankung vor. Viel häufiger handelt es sich um einen trägen Stoffwechsel. Doch wie bekommt man diesen nun wieder aktiver? Die Grundbausteine sind vor allem eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die dauerhaft eingehalten wird sowie ausreichend Bewegung. Wer seinen Körper aktiv hält und ihm alle Nähr- Vital- und Mineralstoffe gibt, die er benötigt, kann seinen Stoffwechsel ideal unterstützen.

Ein aktiver Stoffwechsel hilft nicht nur dabei, die Zellen gut zu versorgen, sondern er räumt auch auf. Er ist quasi die Müllabfuhr des Körpers und transportiert Gifte und Schadstoffe ab. Dass dies wichtig für einen gesunden Körper ist ist klar. Aber wussten Sie auch, dass ein aktiver Stoffwechsel auch beim Abnehmen helfen kann, weil er eingelagerte Fette auslöst und abtransportiert? Zudem können Sie mit Sicherheit an sich selbst bemerken, dass Sie sich viel wohler und agiler fühlen werden, wenn ihr Stoffwechsel angeregt wird und aktiv bleibt.

Vergessen Sie auch nicht ausreichend Wasser pro Tag zu trinken, denn Wasser ist die Basis für fast alle Prozesse des Stoffwechsels. Zudem sollten Gifte vermieden werden. Ja, leider müssen wir es an dieser Steller erwähnen: Auch Genussgifte, wie Nikotin, sind nicht gut für den Stoffwechsel. Nikotin regt diesen zwar an, führt aber gleichzeitig dabei auch zu einem erhöhten Cholesterinspiegel. Leider ist dies auch die Verbindung zu Gefäßverkalkungen. Und was ist mit Alkohol? Grundsätzlich gilt Alkohol als Gift für den Körper.

Dadurch dass Alkohol vom Organismus so eingestuft wird, muss es auch vor allen anderen Dingen gestellt werden und abgebaut werden. Darunter leiden andere Stoffwechselprozesse, welche erst einmal hinten angestellt werden. Gegen ein Glas Wein hin und wieder, oder ein Feierabend-Bier ab und zu ist nichts zu sagen. Doch sollte es dabei bleiben. Wer regelmäßig Alkohol konsumiert, oder gar täglich, setzt sich einem großen, kaum kalkulierbaren Risiko aus.

Wie der Körper unter einem schlecht funktionierenden Stoffwechsel leidet, so sehr profitiert er von einem aktiven Stoffwechsel. Dieser kann auch beim Abnehmen eine echte Hilfe darstellen. Außerdem fühlt sich der Körper leichter und fitter an, je besser der Stoffwechsel mit seinen gesamten Prozessen und Funktionen ablaufen kann.

 

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