Kollagen gegen Anti Aging - Diese Faser sorgt für Halt

Das Wort Kollagen ist aktuell überall zu lesen, zu hören und zu sehen. Dabei fällt auf, dass es hauptsächlich auf Produkten zur Bekämpfung von Zeichen der Hautalterung zu finden ist. Also maßgeblich im Bereich des Anti Aging. Um entscheiden zu können, ob Kollagen-Produkte für den eigenen Typ geeignet sind, braucht es etwas Hintergrundwissen. Was ist Kollagen, wie kann es wirken und wozu ist es überhaupt in den Produkten enthalten? Das klären wir hier.

Was ist Kollagen?

Mit Kollagen, auch Collagene, wird ein Strukturprotein bezeichnet, das nur bei vielzelligen Lebewesen vorkommt. Es handelt sich dabei um ein Faserbündel, das Eiweiß bildet. Es befindet sich in der Unterhaut, im Bindegewebe und ist auch in Fasern von Sehnen, Bändern, Knorpeln und Knochen zu finden.

Wichtiger Fakt: Kollagen hat einen Anteil von über 30 Prozent der gesamten Masse an Proteinen im Körper.

Die Faser ist ein sehr wichtige Bestandteil der Haut und ist daher auch im Bereich Anti Aging und der Bekämpfung von Falten interessant. Das Wort „Kollagen“ stammt aus dem Griechischen ab und bedeutet in etwa „Leim erzeugend“. Es wurde früher als Bezeichnung für den Knochenleim genutzt, welcher im Holzhandwerk zum Einsatz kam. Bei tierischer Gelatine ist Kollagen der Hauptbestandteil.

Grundlegend besteht Kollagen aus einem Bündel aus Proteinketten, welche wiederum aus Kollagenmolekülen bestehen. Die Stränge wrden durch Tripelhelix gebildet, welche mit Brücken aus Wasserstoff zu Strängen fixiert und stabilisiert werden. Bei der Analyse der Aminosäuren innerhalb von Kollagen wurde bekannt, dass jede dritte dieser Säuren Glycin ist. Tatsächlich besteht das Bindegewebe zu fast 60 Prozent aus Collagen-Fasern. Sie sind die Stütze unserer Haut.

Warum ist Kollagen für Anti Aging spannend?

Kollagenfasern sind kaum dehnbar und haben eine sehr hohe Zugfestigkeit, weil die Fasern als Bündel sehr dicht gebündelt und gewickelt sind. Ab einem Alter von 30 Jahren nimmt der Anteil an Kollagen auf natürlich Weise in untererem Körper ab. Dadurch wird das feste Unterkonstrukt der Haut instabil und es entstehen Falten, Fältchen und Runzeln. Um dem entgegen zu wirken, gibt es zahlreiche Produkte, wie Seren, Cremes und Gele, welche als Anti-Aging Pflege zur Anwendung kommen können.

Die Haut soll so elastischer gemacht werden und in ihrer Flexibilität unterstützt werden. Gleichzeitig kann Kollagen aber auch über die Ernährung zugeführt werden. In manchen Fällen wird sogar Kollagen als Unterspritzung unter die Falten angewendet.

Spätestens mit 40 zeigt sich der Mangel an Kollage klar und deutlich in Form von Falten. Denn mit 30 Jahren verringert sich die Produktion von Kollagen im Körper, was sich aber mit 40 Jahren verstärkt. Also wird noch weniger Kollagen produziert. Es handelt sich hierbei um einen rein natürlichen Prozess. Allerdings können Bestrahlungen durch UV-Licht, ein ungesunder Lebensstil, eine ungünstige Ernährung und Einflüsse und Verschmutzungen durch die Umwelt können dazu führen, dass die Haut vorzeitig altert und man ihr dies auch ansieht.

Worauf hat Kollagen-Mangel einen Einfluss?

Neben den Auswirkungen auf die Haut, hat die rückläufige Bildung von Collagen auch Einfluss auf viele andere Bereiche des Körpers, da der Stoff in ziemlich vielen Regionen des Körpers vorkommt. Bei der Haut ist das Nachlassen der Kollagenproduktion mit der Zeit sichtbar. Da Collagen für die Straffheit und die Struktur optisch zuständig ist, werden Falten sichtbar, wenn der Körper weniger Kollagen bildet. Die Haut wird dünner und es werden Linien, Fältchen oder auch tiefe Falten nach und nach intensiver sichtbar.

Doch auch die Knochen und Gelenke leiden unter einer reduzierten Produktion des Collagens. Die Knochen nehmen an stärke ab und werden spröder und brüchiger. Die Gelenke werden an den Knorpeln schneller abgenutzt und damit auch in ihrer Funktion beeinträchtigt. Damit kann auch die Bewegung mit der Zeit eingeschränkt werden.

Neben Haut, Knochen und Gelenken sind auch die Muskeln von der Abnahme an Kollagen betroffen. Je mehr das Kollagen im Bindegewebe abnimmt, desto mehr hat dies auch Einfluss auf die Muskelfasern und deren Funktionstüchtigkeit. Dadurch wird übrigens auch der Gleichgewichtssinn und die Balance sowie die Körperkraft mit zunehmendem Alter beeinflusst.

Kann man Kollagen auch essen?

Ja, wir nehmen sogar unbewusst täglich eine gewisse Menge an Kollagen zu uns. Neben Produkten, zum Auftragen auf die Haut sind auch Produkte zum Einnehmen in Form von Nahrungsergänzungsmittel erhältlich. Ob die Zufuhr darüber Sinn macht, sollte jeder für sich selbst entscheiden. Halten Sie sich dabei stets an die Informationen in der Packungsbeilage und dosieren Sie keines der gewählten Nahrungsergänzungen über. Kombinieren Sie es nicht und achten Sie auch auf möglichen Warnhinweise.

Auf dem Markt finden sich zahlreiche Produkte, die vor allem als Kapseln oder Trink-Ampullen so wie Pulver angeboten werden. Welche Variante nun die für sich selbst Geeignetste ist, welche sich ideal in den Alltag einbinden lässt, das ist individuell zu entscheiden. Fakt ist aber auch, dass wir bei unseren Recherchen hierzu festgestellt haben, dass die Produkte sehr hochpreisig sind und der Verbraucher dringend auf alle Inhaltsstoffe achten sollten.

Neben dem Faktor, dass viele Verbraucher, vor allem Frauen, diese Produkte einnehmen wollen, um gegen Falten vorzugehen, gibt es noch einen weiteren Nutzen, den die Zufuhr von Kollagen für den Körper haben kann. Neben dem Effekt auf die Haut kann Kollagen nämlich auch zur Gesunderhaltung der Knochen beitragen. Außerdem soll es auch die Muskeln und Knorpel unterstützen. Bei Fragen oder möglichen Bedenken, sollten Sie vor einer Einnahme unbedingt mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Wunderwaffe oder Geldmacherei?

Aufgrund des Aufbaus von Kollagen und der Tatsache, dass es ein Stoff ist, der im menschlichen Körper auf natürliche Weise vorkommt, ist der Stoff wichtig für uns. Wie oben beschrieben erfüllt die Faser einige, wichtige Aufgaben und übernimmt dabei einen großen Teil auch im funktionalen Bereich des Körpers. Tatsächlich sollen Stoffe wie Oligopeptide, Glycin-Sojabohnen-Extrakt und Arctiin sowie Silmyarin dafür sorgen, dass der Erneuerungsprozess von Kollagen gesteigert und angeregt wird, sowie der Abbau von Kollagen verlangsamt und gebremst wird.

Es ist allerdings wichtig, dass die Produkte ständig, regelmäßig und dauerhaft angewendet werden. Die richtige Pflege und regelmäßige Treatments können der Haut tatsächlich viel Gutes tun. Wichtig hierfür ist aber, sich vom Profi beraten zu lassen. Eine fundierte und professionelle Hautanlayse bringt viel Aufschluss darüber, welche Produkte für die Haut zur aktuellen Situation sinnvoll sind. Diese können sich im Laufe der Zeit verändern, denn der Bedarf de Haut verändert sich ebenfalls. So ist eine solche Analyse immer einmal wieder durchzuführen, um für sich das Optimum zu erreichen.

Collagen kann durch Umwelteinflüsse, Gifte und Alkohol, UV-Einstrahlung und dem Konsum von Zigaretten durchaus stark geschädigt werden. Daher sollte möglichst vermieden werden, sich solchen Belastungen auszusetzen. Zudem sollte genügend Wasser pro Tag getrunken werden und es ist wichtig ausreichend zu schlafen und zu entspannen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sollte den gesunden Lebensstil ergänzen.

Fazit: Kollagenprodukte sind nicht zwingend eine Geldmacherei. Natürlich gibt es auch hier Produkte, die zu wenig des Stoffes enthalten und daher kaum einen Nutzen bieten können. Nicht immer ist das teuerste Produkt das beste. Ein Blick auf die Zutatenliste kann helfen, die Entscheidung zu treffen, welche Produkte zur Pflege und zur Einnahme, sofern gewünscht, ideal sind. Lassen Sie sich Zeit und entscheiden Sie in Ruhe, denn es geht um Ihren Körper.

Ob die Einnahme über Nahrungsergänzungsmittel wirklich Sinn machen, das muss ebenfalls jeder für sich selbst entscheiden. Erwähnt werden sollte noch, dass egal um welches Mittel zur Einnahme im Bereich der Ergänzung handelt, ein Mindestzeitraum von vier bis sechs Wochen eingeplant werden muss, bevor sich ein Effekt einstellen kann. Diese Phase braucht der Körper, um sich umstellen zu können. Dies gilt übrigens in der Regel auch für Hautpflegeprodukte. Innerhalb dieses Zeitraumes erneuert sich die Haut nach und nach, sodass Effekte nach dieser Zeit langsam sichtbar werden.

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