Der Unterschied zwischen Cellulite und Lipödem

Tatsächlich werden viele Frauen, welche unter einer Cellulite leiden häufig auf ein Lipödem angesprochen. Die Grenzen sind hier sehr verschwommen und doch gibt es Unterschiede. Beide Erscheinungsbilder der Haut hängen zusammen. Sie können dennoch teilweise klar differenziert werden.

Dies sorgt immer wieder für Gesprächsstoff und Verwirrung. Und wir geben zu, es ist nicht immer ganz einfach ein Lipödem von Cellulite zu unterscheiden. Viele Frauen möchten jedoch genau dies tun, und haben Angst davor, unter einem Lipödem zu leiden, wo es sich doch eigentlich um Cellulite handeln könnte?

Wir machen den Faktencheck und versuchen hier etwas Aufklärungsarbeit zu leisten, denn ganz so einfach ist es nämlich leider nicht.

Was genau ist Cellulite?

Cellulite, nicht Cellulitis, zeigt sich durch eine Dellenform an der Hautoberfläche. Aufgrund des Erscheinungsbildes wird sie auch Orangenhaut im Sprachgebrauch genannt. Meist wird Cellulite am Gesäß, den Oberschenkeln oder auch am Bauch sichtbar. Sie kann allerdings auch andere Regionen, wie die Brust oder die Oberarme betreffen.

Orangenhaut ist kein medizinisches Problem, welches gesundheitliche Probleme aufweist, beziehungsweise keine direkten Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Daher wird Cellulite auch nicht als Krankheitssymptom anerkannt und darf daher auch nicht Cellulitis genannt werden. Die Endung -itis steht nämlich für einer Krankheit. Dennoch können die Betroffenen psychisch darunter leiden.

Im Fettgewebe der Unterhaut befindet sich Bindegewebe. Dieses ist ein Kollagenfasernetz, welches die Fettzellen umfasst. Lässt die Spannkraft des Bindegewebes nach, oder ist ohnehin geschwächt, so verteilen sich die Fettzellen ungleichmäßig im Fettgewebe. Diese werden dann als Dellen sichtbar. Die Cellulite zeigt sich daher in diesem Bild.

Cellulite ist ein weit verbreitetes Erscheinungsbild und kann jede Frau treffen. Sehr schlanke Frauen, können ebenfalls darunter leiden, denn ausschlaggebend ist der Zustand des Bindegewebes und die darin befindliche Verteilung der Fettzellen.

Was ist ein Lipödem?

Kommen wir nun zur Definition des Lipödems. Das Lipödem beschreibt eine Störung der Fettverteilung in den Zellen. Je nach Erscheinungsbild wird das Lipödem umgangssprachlich auch als Reiterhosen-Phänomen, oder nur kurz, als Reiterhosen bezeichnet. Das Lipödem ist eine chronische Erkrankung und zeichnet sich dadurch ab, dass sie eine Vermehrung des Unterhautfettgewebes zeigt.

Überwiegend findet sich ein Lipödem an den Beinen, es kann aber auch an den Armen auftreten. Die Fettanlagerungen sind dabei stets symmetrisch verteilt. Ein weiteres Problem ist, dass beim Lipödem häufig vermehrt Wasser im Körper eingelagert wird, was wiederum zu einem Ödem führen kann.

Laut Definition liegt ein Lipödem dann vor, wenn es zu einer Fettgewebsvermehrung kommt, welche mit regelmäßigen, spürbaren Beschwerden eintritt. Diese Beschwerden können sein:

  • Ein unangenehmes Druckgefühl

  • Ein Spannungsgefühl an den betroffenen Stellen

  • Eine verstärkte Empfindlichkeit bei Berührung der Haut

Bei einem Lipödem sind Hände, Füße und der Rumpf nicht von der Fettverteilungsstörung betroffen. Häufig kommt es daher zu Missverständnissen. Optisch wirkt sich die Störung markant aus. Denn während der Oberkörper schlank bis normal definiert bleibt, verteilt sich ab der Hüfte der Körper voluminös optisch.

Diese Optik und häufig auch eine Abstempelung der Gesellschaft, kann die Psyche der Betroffenen stark beeinträchtigen. Dabei kann eine solche chronische Fettverteilungsstörung fast jede Frau treffen. Häufig tritt das Lipödem bei einer hormonellen Umstellung auf, also auch bei einer Schwangerschaft oder in der Pubertät.

Es ist ratsam, beim Auftreten von Beschwerden, möglichst schnell den Arzt zu konsultieren, um sofort Maßnahmen einzuleiten. Denn durchaus können die Begleitsymptome sehr schmerzhaft werden. Bei einer frühzeitigen Einleitung einer Therapie können Komplikationen häufig schnell verhindert, oder massiv reduziert werden.

Cellulite und Lipödem sind verwandt

Faktisch unterscheiden sich beide Erscheinungsbilder. Dennoch sind sie auch miteinander verwandt, denn die Problematik der Fettzellenverteilung und des Bindegewebes befindet sich in beiden Varianten. Es ist also nicht verwunderlich, dass Cellulite ein Lipödem Stadium eins darstellt.

Dabei muss klar werden, dass auch Cellulite in verschiedenen Stadien auftreten kann. Man unterscheidet in drei verschiedenen Graden.

Stadium 1 Cellulite:

Optisch wirkt die Haut straff und zeigt keine Dellen. Wird die Haut zusammengedrückt, so sind Dellen in Wabenstruktur leicht sichtbar.

Stadium 2 Cellulite:

Beim Stehen kann an Oberschenkel und Gesäß die Orangenhaut gesehen werden. Dazu wird kein Zusammendrücken der Haut benötigt. Im Liegen hingegen wirkt die Haut glatt und es sind kaum Dellen sichtbar.

Stadium 3 Cellulite:

Im Liegen und im Stehen sind die Dellen klar sichtbar. Zudem wirkt auch die Haut schlaff.

Man unterscheidet auch das Lipödem in 3 verschiedenen Stadien, welche wir ebenfalls kurz erklären möchten.

Die 3 Stadien des Lipödems

Stadium 1 Lipödem

Optisch wirkt die Haut glatt und weist keine Dellen auf. Doch diese lassen sich im Unterhautfettgewebe erfühlen. Dabei sind kleine, feine Knoten spürbar. Diese lassen sich jedoch nicht sehen, sondern nur fühlen.

Stadium 2 Lipödem

Eine klar erkennbare Zunahme an Fettgewebe in der betroffenen Region ist vorhanden. Außerdem ist eine deutliche Wellenbildung der Haut sichtbar. Auch die Knotenstruktur wird beim Ertasten als fester gefühlt.

Stadium 3 Lipödem

Nun können im Fettgewebe große Knoten ertastet werden. Diese sind verhärtet und gleichzeitig bilden sich Hautlappen an den betroffenen Stellen.

Wer nun alle Stadien von Cellulite und Lipödem kennt, merkt direkt, dass vor allem zu Beginn die Grenzen fließend sein können. Daher ist es in den frühen Stadien auch schwer zu differenzieren, ob nun das Eine oder das Andere die Ursache für die Hautveränderung verantwortlich ist.

Doch schon in den späteren Stadien ist es recht klar, um welche Form der Veränderung es sich handelt. Dabei kann es jedoch passieren, dass ein Lipödem recht spät erkannt werden kann, denn die Veränderungen treten selten von heute auf morgen auf, sondern benötigen einen längeren Zeitraum. Manchmal vergehen auch Jahre, bis sich eine deutliche Veränderung bemerkbar macht.

Hilfe bei Cellulite und Lipödem

Derzeit ist es nicht möglich ein Lipödem oder eine Cellulite zu heilen, auch wenn es sich bei Cellulite nicht um eine Erkrankung handelt. Dennoch gibt es Maßnahmen und Therapien, welche helfen können, dass Beschwerden gelindert werden und die Veränderung nicht weiter voran schreitet.

Generell sollte stets eine ausgewogene und gesunde Ernährung eingehalten werden. Ebenfalls raten Experten vorhandenes Übergewicht zu reduzieren und regelmäßig Sport zu betreiben. Speziell bei einem Lipödem können gezielte, professionelle Massagen und Lymphdrainagen helfen. Diese sollten nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Nutzung des Ballancer Programms. Informationen dazu finden Sie auf unserer Webseite www.art-of-beauty.com im Reiter „Ballancer“.

Grundsätzlich sollten Patienten mit einem Lipödem von einem Arzt betreut und beraten werden. Denn die Behandlungsmethoden und die Strategie dazu sind immer davon abhängig, welche Form des Lipödems vorliegt. Daher können wir natürlich auch keine Fernberatung bieten. Darüber hinaus ist es ebenso wichtig, dass die Behandlungserfolge immer wieder medizinisch betreut und bewertet werden.

Möglich ist es ebenso, dass hin und wieder die Maßnahmen verändert und entsprechend angepasst werden müssen. Dennoch berichten Betroffene immer wieder davon, dass sie sich deutlich wohler fühlen und auch Beschwerden gemindert werden, wenn sie sich in eine gezielte und speziell auf sie eingerichtete Behandlung einlassen.

Haben Sie Fragen zu unseren Angeboten, möchten sich über ein Produkt weiter informieren, oder suchen noch weitere Informationen zum Thema Cellulite und Schönheit, so finden Sie dazu viele Materialien auf unserer Webseite und im Blog.

Sehr gerne können Sie uns auch kontaktieren und uns Ihr persönliches Anliegen vortragen. Wir werden uns dann mit unserem freundlichen und kompetenten Support sehr gerne diesem Anliegen annehmen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine konkrete Behandlungsempfehlung aussprechen können und auch keine Ferndiagnosen ermitteln können.

Bei einem Lipödem ist das A und O, dass Sie sich in medizinische Hände begeben und vor Ort die Situation mit dem Arzt Ihres Vertrauens besprechen.

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